Geschichte

Der Kumulus e.V. wurde am 31.08.1998 gegründet. Die eigentliche Gründungsgeschichte jedoch beginnt schon Mitte der achtziger Jahre: Die Gründungsmitglieder selbst stammen nämlich alle von einer Schule – der "Gabriele-von-Bülow Oberschule" in Berlin-Reinickendorf.

Vielmehr noch waren die Gründungsmitglieder alle in einer Schulklasse. Vor allem geprägt durch die engagierte Klassen- und Deutschlehrerin entstand ein enger freundschaftlicher Bund, der Grundlage für ein gemeinsames Handeln wurde. Als „Gruppe engagierter Querdenker mit Idealen“, bezeichnete einmal der ehemaliger Schulleiter in einem Zeitungsinterview den Kumulus e.V. Nach der Schulzeit entstand zunehmend der Wunsch zum eigenen Handeln, um Worten auch Taten folgen lassen zu können, wodurch die Idee des Kumulus e.V. geboren wurde.

Politisierend und motivierend für die eigentliche Gründung war zudem die in regelmäßigen Abständen erscheinende Shell-Jugendstudie.

Speziell jene aus dem Jahr 1997 untersuchte politische Einstellungen der Jugendlichen und stellte die Frage nach der „Politikverdrossenheit der Jugend oder Jugendverdrossenheit der Politik?“. Fragen, die den einen Tag in den Medien auftauchen und den anderen Tag schon wieder verschwinden. Fragen, zu denen wir Antworten suchen wollten, da wir uns mit einem kurzen Aufschrei in den Medien nicht zufrieden geben wollten.

Der Name "Kumulus" lehnt sich an die Cumulus-Wolken an und wurde nach langer und zehrender, teils vergeblicher Namensuche als Favorit angenommen. In der Definition von Cumulus-Wolken heißt es:

[kumulus: Haufenwolken; die flachen, abgerundeten Quellwolken – auch Schönwetterwolken genannt – entstehen an schönen Sommertagen aus aufsteigender Warmluft; im Laufe des Nachmittags verschwinden sie wieder; es gibt aber auch Haufenwolken, die sich viel höher ausdehnen – mit schneeweißen Blumenkohlköpfen und dunkler Unterkante; aber auch hieraus ist kaum Regen zu erwarten; nur manchmal]

Und auch Johann Wolfgang von Goethe sagte so treffend:

Aus der Wolke Quillt der Segen, Strömt der Regen, Aus der Wolke, ohne Wahl, Zuckt der Strahl!